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Max und die Steffi, die gern schießt

In dieser Kindergeschichte hört Max plötzlich laute Rufe und ist ganz erschrocken. Was da wohl dahinter steckt? Hinweis: Alle Geschichten wurden von mir selbst verfasst. Bitte beachtet unbedingt das © Copyright. Eine Veröffentlichung auf anderen Webseiten, sowie eine kommerzielle Nutzung der Texte, muss vorher von mir genehmigt werden.

 

Natürlich dürft ihr, liebe Eltern und Großeltern, Kinder, Geschwister und Freunde die Kindergeschichte vorlesen und/oder kostenlos ausdrucken. Dafür ist sie ja da :-) Viel Spaß!!!

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Max und die Steffi, die gern schießt

Max war heute, wie fast jeden Tag in der Woche, nach der Schule bei Oma und Opa. Nachdem er mit seinen Hausaufgaben fertig, war ging er zu Oma in die Küche. „Omi", sagte er, „Ich bin jetzt fertig. Darf ich rüber zu Jan und Ben gehen?" Jan und Ben waren seine Freunde und wohnten im Haus schräg gegenüber von Oma und Opa. „Natürlich, mein Schatz", antwortete Oma. „Aber falls sie mit ihren Hausaufgaben noch nicht fertig sind kommst Du wieder, okay?" „Mach ich Omi, danke. Hab Dich lieb." „Ich Dich auch."


Da hörte Max plötzlich durch das geöffnete Küchenfenster einen lauten Ruf: „Töten! Und Schuss! Jawoll, getroffen, hahaha!" Max schluckte. Was war das denn gewesen? Er horchte noch einmal, aber diesmal konzentrierte er sich auf die Geräusche, die von draußen kamen. Er hörte ein seltsames Klacken, dass ihm irgendwie bekannt vorkam, immer abwechselnd mit einem dumpfen Tok und schon wieder war dieser laute Ruf zu hören: „Töten! Jetzt aber! Und Schuss! Getroffen! Hahaha, wir machen euch fertig!" 


Max wurde ganz mulmig. Das war eindeutig Steffi, die Mama von Jan und Ben, die dort draußen rief. Steffi war eigentlich eine sehr nette Frau und er konnte sich gar nicht vorstellen, dass sie so brutal und gewalttätig war. Sollte er sich etwa so getäuscht haben? Und worauf schoss sie? Vielleicht auf Mücken oder Spinnen? Aber die waren viel zu klein, darauf würde doch niemand schießen.


„Du, Omi?" „Ja, Max." „Hast Du Steffi auch rufen gehört?" „Aber natürlich, Max. Sie ist ja nicht zu überhören", antwortete Oma schmunzelnd. "Aber sie ruft doch etwas von töten und schießen, machst Du Dir da gar keine Sorgen?" „Aber nicht doch, Max. Das ist doch ganz normal." - Das wurde ja immer verrückter dachte Max. Steffi schießt und tötet da draußen und meine Omi findet das ganz normal. „Schau es Dir doch einfach mal draußen an. Der Opa ist auch draußen." „Opa ist auch draußen und schaut zu oder macht sogar mit?", fragte Max. Er verstand die Welt nicht mehr.


Vorsichtig öffnete er die Haustür und blickte hinüber zum Haus gegenüber. In diesem Moment stieß Steffi wieder ihren wilden Ruf aus, aber diesmal war Max nicht mehr beunruhigt, sondern musste selbst grinsen. Steffi stand mit Opa an einer Tischtennisplatte und schmetterte gerade einen Tischtennisball mit voller Wucht auf die gegnerische Plattenhälfte. Dabei traf der Ball auch noch die Kante der Platte und sprang unerreichbar für ihren Mann Jürgen auf den Boden. "Getroffen, Punkt für uns", rief sie und ergänzte noch grinsend: "Och, das mit dem Kantenball tut mir aber leid."


"Das glaube ich Dir nicht," sagte Jürgen und sein Doppelpartner Olaf ergänzte: "Das war doch ein ganz normaler Ball. So spielt Steffi doch immer." Und dann lachten alle und das Spiel ging weiter. Max war froh, dass alles eigentlich ganz harmlos war und Steffi nur die Schmetterbälle beim Tischtennis gemeint hatte. Und die Geräusche, die er gehört hatte, kamen auch nur vom Tischtennis. Nun konnte er beruhigt zu Jan und Ben gehen und wer weiß, vielleicht würden sie ja später auch noch etwas Tischtennis spielen.


 

ENDE

© 2021 Guido Lehmann / Geschichten-fuer-Kinder.de


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