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Hoppel und Stoppel machen einen Ausflug - Eine Kaninchengeschichte für Kinder

Hier findet ihr meine erste Hasengeschichte für Kinder, bzw. genau genommen ist das eine Geschichte über zwei Kaninchen, aber wir Menschen nehmen das mit dem Unterschied zwischen Hasen und Kaninchen ja nicht so genau, denn Hauptsache sie sind süß. In dieser Kindergeschichte machen die beiden Kaninchen Hoppel und Stoppel einen Ausflug, der ihnen richtig Spaß macht. Hinweis: Alle Geschichten wurden von mir selbst verfasst und sind kostenlos. Bitte beachtet unbedingt das © Copyright. Eine Veröffentlichung auf anderen Webseiten, sowie eine kommerzielle Nutzung der Texte, muss vorher von mir genehmigt werden.

 

Natürlich dürft ihr, liebe Eltern und Großeltern, Kinder, Geschwister und Freunde die Kindergeschichte vorlesen und/oder ausdrucken. Dafür ist sie ja da :-) Viel Spaß!!!


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Hoppel und Stoppel machen einen Ausflug

An einem herrlichen Frühlingstag saßen Hoppel und Stoppel, zwei weiße Kaninchen mit schwarzen Flecken, mal wieder in ihrem Stall und fraßen. Es war noch früher Vormittag und sie hatten gerade frisches Futter und Wasser bekommen. „Weißt Du was, Stoppel?“, fragte Hoppel. „Ich würde gerne mal einen Ausflug machen. Wir haben zwar einen schönen Stall auf 2 Etagen und auch einen großen Stall im Garten, auf der Wiese, aber ich sehe da immer so viele interessante Dinge, in die ich gerne mal reinbeißen würde. Da gibt es bunte Blumen, saftig grüne Pflanzen und sogar Gemüse. Außerdem gibt es dort viele schattige Plätzchen und auch Verstecke, die würde ich mir gerne mal anschauen.“


„Das ist gar keine schlechte Idee“, antwortete Stoppel, „denn immer nur im Stall sitzen ist zwar sehr bequem, aber ein Ausflug wäre bestimmt spannend. Da ist es doch praktisch, dass heute die Stalltür nicht verschlossen ist, oder?“ „Was hast Du gesagt, die Stalltür ist offen?“, rief Hoppel ganz aufgeregt. „Das ist doch unsere große Gelegenheit. Worauf warten wir noch? Lass uns sofort loshoppeln.“


Und so schoben Hoppel und Stoppel die wohl versehentlich nur angelehnte Tür auf, hopsten aus dem Stall und machten sich als Erstes gleich auf den Weg zum Blumenbeet. Was es da alles an interessanten Pflanzen gab war wirklich unglaublich. „Endlich können wir unser Essen einmal selbst aussuchen“, meinte Hoppel und so wurde jede Pflanze zunächst genau angeschaut, dann wurde an ihr geschnuppert und wenn sie diese Prüfungen überstanden hatte, dann wurde an ihr geknabbert.


Das hatte einige leckere, aber auch ein paar nicht so tolle Geschmackserlebnisse zur Folge. Manche Pflanzen waren wirklich lecker, da hätte man alles komplett aufessen können und manche schmeckten ein bisschen langweilig. Da es aber für die beiden Kaninchen so viel zu probieren gab, wurde überall nur gekostet und schließlich hatten sie im Garten alles durchprobiert. „Ich wollte schon immer mal wissen, was hinter dieser Wand ist“, meinte Hoppel dann. „Kein Problem“, erwiderte Stoppel, „wir passen ja problemlos drunter durch. Los, lass uns nachschauen was es dahinter zu entdecken gibt.“ Und so hoppelten Hoppel und Stoppel vorsichtig durch den breiten Spalt unter der Wand durch.


„Ohhhh, schau doch mal, was es hier noch so alles gibt. Einen riesigen Garten und daneben gibt es auch noch ein großes Feld mit saftig grünen Pflanzen und niedrig hängenden Blättern, da können wir richtig futtern“, freute sich Hoppel. „Rucola, ich hab Rucola gefunden!“, rief Stoppel ganz begeistert. „Den finde ich richtig lecker. Das wird ein Festessen. Ich bin zwar schon lange satt, aber ich esse einfach weiter.“ „Dann schaue ich mir mal an, wie groß der Garten wirklich ist, der scheint ja gar nicht mehr aufzuhören und nebenbei kann ich ja weiter futtern“, meinte Hoppel.


Plötzlich hörten die zwei Kaninchen Stimmen von Menschenkindern: „Anna, die Hasen sind weg!“, rief Lukas aufgeregt. „Wir müssen sie suchen und wieder einfangen.“ „Wir sind doch keine Hasen, sondern Kaninchen“, sagte Stoppel, „aber ich habe etwas von fangen gehört. Das ist doch ein Spiel, welches die Kinder auch öfter spielen. Wenn sie auf uns zukommen, rennen wir ganz schnell weg, das machen die auch immer so.“ „Okay, da bin ich dabei“, stimmte ihm Hoppel zu, „das wird bestimmt lustig.“


Es dauerte auch nur noch einen kurzen Augenblick und schon tauchten Anna und Lukas im Nachbargarten auf. „Da sind sie“, rief Lukas laut und Anna sagte: „Lukas, wir schleichen uns erstmal langsam an und dann schnappen wir sie uns, okay?“ Lukas nickte nur und von zwei Seiten schlichen sich die Kinder näher an Stoppel heran, während Anna beruhigend auf Stoppel einredete. Der ließ sich aber nicht so leicht austricksen. „Jetzt pass mal auf, Hoppel wie man das macht“, sagte er. Scheinbar völlig entspannt knabberte er weiter an einem Löwenzahn und als Anna nur noch einen Schritt von ihm entfernt war, schlug er einen Haken und zack, war er weg.


Da war es mit der Taktik des Anschleichens vorbei und die Kinder rannten wild hinter Stoppel her. Doch immer, wenn sie ihn fast erreicht hatten, schlug er wieder einen Haken und zischte schnell wie der Wind davon. Inzwischen waren noch mehr Kinder gekommen und auch ein paar Erwachsene. Scheinbar wollten heute alle fangen spielen, aber nicht die Menschen wollten sich gegenseitig fangen, sondern Hoppel und Stoppel wurden verfolgt.


Was für ein Spaß für die beiden Kaninchen. Sie rannten von einem Garten in den anderen, ums Haus herum, hinter die Gartenhütte oder unter das Trampolin und immer, wenn ein Mensch ihnen zu nahe kam, waren sie ZACK wieder weg. „Du Hoppel“, sagte Stoppel schließlich, „ich glaube die können langsam nicht mehr. Die schnaufen ja alle schon und werden auch immer langsamer. Ich glaube ich lasse mich einfangen.“ „Okay, aber mach es nicht zu offensichtlich. Tu einfach so als wären sie schneller gewesen, damit sie denken, sie hätten doch noch gewonnen“, schlug Hoppel vor. „Das ist eine gute Idee. Das bekomme ich hin“, meinte Stoppel und grinste. 


Er wartete bis zwei der Kinder wieder auf ihn zukamen und achtete darauf, dass Anna nur ein kurzes Stück hinter ihm angeschlichen kam. Im letzten Moment drehte er sich um und rannte Anna genau in ihre Arme, anstatt an ihr vorbeizulaufen. „Ich hab einen“, rief sie freudestrahlend, als sie Stoppel auf den Arm nahm und streichelte. Dann setzte sie ihn wieder in den Stall und machte die Tür richtig zu. „Das hat Du super gemacht Stoppel“, rief Hoppel. „Das hat kein Mensch gemerkt, dass Du Dich hast fangen lassen. Ich versuche das genauso hinzubekommen.“


Hoppel suchte sich Lukas als möglichen Fänger aus und ließ sich in eine Ecke drängen, aus der er dann scheinbar nicht mehr entkommen konnte, so dass Lukas ihn bei seinem Fluchtversuch fangen konnte. „Ich hab den anderen Hasen“, rief Lukas freudig und auch Hoppel bekam seine Streicheleinheit und kam danach zurück in den Käfig, der wieder fest verschlossen wurde.


„Das war doch ein richtig schöner Ausflug, findest Du nicht auch, Stoppel?“ „Da bin ich ganz Deiner Meinung, Hoppel,“ antwortete dieser. „Ich hoffe, dass die Stalltür bald wieder mal offen ist, dann machen wir wieder so einen aufregenden und lustigen Ausflug. Aber dann spielen wir nicht nur fangen, sondern auch noch verstecken mit den Kindern. Ich hab da unter der Garage so eine große Höhle gesehen, da finden die uns nie“, grinste er. Und so ging dieser aufregende Ausflugstag mit glücklichen Kindern und glücklichen Kaninchen langsam zu Ende.


ENDE


© 2021 Guido Lehmann / Geschichten-fuer-Kinder.de


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