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Familie Maus und das überraschende Osterei - Eine spannende und lustige Ostergeschichte

Hier findet ihr die spannende und lustige Ostergeschichte für Kinder und Erwachsene, in der Familie Maus Ostereier suchen geht und dabei eine große Überraschung erlebt. Hinweis: Alle Geschichten wurden von mir selbst verfasst. Bitte beachtet unbedingt das © Copyright. Eine Veröffentlichung auf anderen Webseiten, sowie eine kommerzielle Nutzung der Texte, muss vorher von mir genehmigt werden.

 

Natürlich dürft ihr, liebe Eltern und Großeltern, Kinder, Geschwister und Freunde diese Ostergeschichte vorlesen und/oder ausdrucken. Dafür ist sie ja da :-) Viel Spaß!!!


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Familie Maus und das überraschende Osterei - eine Ostergeschichte

„Endlich Frühling!“, seufzte Mama Maus. „An vielen Bäumen und Sträuchern öffnen sich die Knospen und beginnen zu blühen und auch die ersten Blumen blühen um die Wette. Endlich wird die Natur wieder so richtig schön bunt.“ „Vergiss nicht die vielen bunten Eier, die nun an den Sträuchern hängen, Mama“, ergänzte Ludwig voller Begeisterung. „Du meinst die vielen Ostereier, mit denen die Menschen in den letzten Tagen wieder ihre Gärten geschmückt haben“, lachte Mama. „Die gehören natürlich auch zum Frühling, zumindest rund um die Zeit, in der die Menschen Ostern feiern.“


„Das trifft sich ja gut, dass ihr gerade von Ostern sprecht“, schaltete sich Papa Maus in das Gespräch ein. „Ich habe nämlich gesehen, dass der Osterhase da gewesen ist und im Garten unserer Menschen ein paar Osternester mit Ostereiern versteckt hat. Die meisten davon sind sicher wieder aus Schokolade. Wollen wir sie suchen gehen und uns davon auch ein paar holen?“ „Jaaa“, riefen die Kinder Laura, Leonie, Lisa und Ludwig, wie aus einem Munde und schon begannen sie den Garten zu durchsuchen.


Als Mäuse kannten sie natürlich die geheimen Verstecke im Garten besonders gut und so dauerte es gar nicht lange, bis die Mäusemädchen ein Osternest mit vielen, bunt glänzenden Eiern gefunden hatten. Die Eier waren für die Menschen sicher sehr klein, für die Mäusekinder waren sie jedoch sehr groß, denn jedes davon war so groß wie ihre Köpfe. „Puh, die sind aber ganz schön schwer“, stellte Laura fest, als sie eines davon mit viel Mühe aus dem Nest schob. „Lasst uns jede eins davon nehmen und sie nach Hause zur Gartenhütte rollen, das müssten wir schaffen“, schlug sie vor. Leonie und Lisa waren einverstanden und während sie die bunten Eier über die flache Wiese rollten, unterhielten sie sich aufgeregt. Schokoladeneier gab es schließlich nur einmal im Jahr und die waren ja soo lecker.


Zuhause angekommen, schoben sie die Eier mit vereinten Kräften durch das Loch in der Rückwand der Hütte, welches sie immer als Ein- und Ausgang nutzten. Danach gingen sie wieder hinaus um vor der Hütte auf Mama, Papa und Ludwig zu warten. „Seht mal“, sagte Lisa, „Mama und Papa haben sogar noch ein größeres Ei gefunden.“ „Ja“, erwiderte Mama Maus, „das konnten wir auch nur mitbringen, weil wir zu zweit unterwegs waren. Allein hätte das keiner von uns geschafft. Lasst es uns schnell in die Hütte bringen, bevor die Schokolade anfängt in der Sonne zu schmelzen.“


„Wo ist denn eigentlich Ludwig?“, fragte nun Papa Maus. „Er ist doch vorhin als erster losgerannt, da müsste er doch eigentlich schon zurück sein.“ In diesem Moment hörten sie Ludwig, noch bevor sie ihn sahen. „Hil Pap., …fe Ma.., ich …. nicht ..halt..“, rief er. Dann sahen sie ihn. Ludwig war scheinbar den kleinen Hügel zur Garage hochgelaufen und nun rollte er, sich der länge nach mit allen Pfoten an einem großen Ei festhaltend, den Hügel hinab, wobei er immer schneller wurde. Unten, oben, unten, oben rollte Ludwig, das Ei immer noch fest umklammernd, auf sie und die Gartenhütte zu. „Aus … Weg!“, konnten sie ihn noch rufen hören. Mama, Papa und die Mädchen sprangen schnell zur Seite und Papa rief: „Lass los, Ludwig, lass los!“


Ludwig lies los und flog im hohen Bogen in einen Strauch, der mit ausgeblasenen und kunstvoll bemalten Eiern geschmückt war. Im nächsten Augenblick knallte das große Osterei, an dem er sich eben noch festgekrallt hatte, mit Schwung gegen die Hütte und es knackte, als das Schokoladenei an dieser Stelle zerbrach. Alle schauten erschrocken zu dem Ei hin, welches so groß wie eine Maus war, aber viel dicker. Zum Glück war Ludwig vorher abgesprungen, denn sonst hätte er sich beim Aufprall an der Hütte schwer verletzten können. Dann wanderten alle Blicke hoch in den Strauch, in den es Ludwig geschleudert hatte. Doch wo war er nur? „Ludwig, geht’s Dir gut?“, rief Mama Maus besorgt. „Wo bist Du?“ „Ich bin hier Mama“, kam eine gequälte Antwort aus dem Busch. „Mich haben zwar ein paar Zweige kräftig in den Bauch gepikst und mein Kopf brummt auch noch, aber ansonsten geht’s mir gut.“


Im nächsten Moment kam Ludwig zum Vorschein und plötzlich mussten alle laut lachen. „Warum lacht ihr denn so“, fragte Ludwig verdutzt. „Fass doch mal an Deinen Kopf, Ludwig“, sagte Papa, immer noch lachend. Ludwig griff mit seinen Vorderpfoten an seinen Kopf und spürte etwas Hartes. Das war - eine Eierschale. „Ludwig, Du hast einen Eierhut auf, mit lauter roten Herzchen drauf.


Das sieht ja so komisch aus“, rief Lisa und konnte sich vor Lachen kaum noch halten. Ludwig kletterte vorsichtig den Strauch hinab, den Eierhut fest auf dem Kopf sitzend und ging zur Vogeltränke, wo er sich im Wasser spiegelte. Als er sich sehen konnte fing auch er an zu lachen. „Ha, ha, ha, was für ein komischer Hut. Ich glaube den nehme ich gar nicht mehr ab.“ „Das kannst Du nicht machen, Ludwig“, sagte Laura lachend, „dann müssen wir immer lachen, wenn wir Dich sehen.“


Es vergingen ein paar Minuten, ehe sich alle etwas beruhigt hatten. „Nun erzähl doch bitte mal was genau passiert ist, Ludwig“, sagte Mama schließlich. „Ich bin vorhin hoch zur Garage gelaufen, weil doch dahinter so ein gutes Versteck ist und da habe ich dieses riesige Ei in einem Osternest gefunden. Ich dachte erst, dass es zu schwer sein würde, aber als ich mich mit dem Rücken dagegengestemmt habe, ist es tatsächlich langsam aus dem Nest gerollt. Doch dann hat es nicht mehr aufgehört zu rollen und ich wollte es festhalten und habe mich daran festgekrallt. Dabei hat es mich dann mitgerissen, wie ihr ja alle gesehen habt.“ „Du machst auch wirklich immer wieder die lustigsten Sachen“, meinte Laura, „obwohl Du ja meistens gar nichts dafür kannst. Aber was ist denn nun eigentlich mit dem Ei?“


Das Ei hatten alle ganz vergessen. Es lag vor der Gartenhütte und hatte eine große Delle, an der Stelle, an der es gegen die Wand geprallt war. „Es scheint hohl zu sein“, vermutete Papa Maus, „denn sonst wäre es nicht so eingedellt und es hätte beim Aufprall auch nicht geknackt. Lasst es uns gleich auspacken, denn wie die meisten Ostereier ist es von einer dünnen, bunten Silberfolie umgeben.“


Wenn Mausekrallen auf Silberfolie treffen, dann ist das ein Geräusch, bei dem selbst Mäusen die Haare zu Berge stehen, aber schon nach kurzer Zeit hatten sie das Ei komplett ausgepackt und begannen nun sich an der Bruchstelle ins Innere des Eis vorzuarbeiten. „Ludwig, Du sollst die Schokolade zur Seite legen und nicht gleich alles aufessen“, sagte Mama mit leicht vorwurfsvoller Stimme. „Na gut, aber die ist doch so lecker“, erwiderte Ludwig. „Schaut, da ist noch ein Ei drin, in dem Ei. Wer versteckt denn ein Ei in einem Ei?“, fragte er erstaunt. „Ich glaube, das soll ein Eigelb sein, so wie das aussieht“, meinte Mama Maus, „aber es ist aus Plastik. Lasst es uns herausziehen und dann öffnen, um zu sehen, was darin versteckt ist. Das ist ja eine coole Überraschung.“


Nachdem sie das Plastikeigelb herausgezogen hatten, sahen sie zwar, dass es in der Mitte einen winzigen Spalt gab, konnten es aber nicht öffnen, da es einfach zu fest verschlossen war. „Da wird uns wohl nichts anderes übrigbleiben, als uns mit unseren scharfen Zähnen durchzubeißen“, sagte Papa und begann kraftvoll in das Plastik zu beißen. Dabei musste er nur aufpassen, dass er nichts davon verschluckte, denn Plastik im Bauch war für Mäuse lebensgefährlich.

 

Nur ein paar Minuten später hatte er eine Öffnung hineingebissen, die groß genug war, um den Inhalt herauszuziehen. Papa und Ludwig packen gemeinsam an und heraus kam: Eine Maus! Aus Plastik! Als Mama die Maus sah, stieß sie einen spitzen Schrei aus: „Onkel Theo! Das ist Onkel Theo. Also ich meine diese Maus sieht genauso aus wie Onkel Theo“, rief sie. „Seht doch mal diese rote Mütze auf seinem Kopf und das weiße Muster auf seiner Brust.“ „Du hast recht“, sagte nun auch Papa Maus. „Dann hat er es ja doch noch geschafft. Er wollte doch immer berühmt werden und nun haben die Menschen sogar Figuren nach seinem Vorbild geschaffen.“ „Seht mal, hier ist auch noch ein Stück Papier mit Bildern drauf“, stellte Ludwig fest. „Onkel Theo beim Radfahren, Onkel Theo spielt Fußball, Onkel Theo spielt Trompete, Onkel Theo mit einem Rucksack und noch weitere Bilder von ihm.“


„Wisst ihr was?“, fragte Leonie. „Ich glaube dieses Osterei war gar nicht für die Menschen, sondern das hat der Osterhase extra für uns versteckt.“ „Da könntest Du recht haben“, meinte Mama Maus. „Dann lasst uns einen schönen Platz für das Bild und für die Figur finden, dann haben wir Onkel Theo immer bei uns.“ „So soll es sein“, erwiderte Papa Maus „und danach schlagen wir uns endlich die Bäuche mit Schokolade voll. Seid ihr einverstanden, Kinder?“ „Jaaa!“, antworteten diese wie aus einem Munde und waren sich einig, dass dies ein aufregendes Osterfest war.


ENDE


© 2022 Guido Lehmann / Geschichten-fuer-Kinder.de


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