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Familie Maus und der Halloween Horror - Eine Halloween Geschichte für Kinder

Hier findet ihr meine spannende und lustige Halloween Geschichte für Kinder und Erwachsene: Familie Maus und der Halloween Horror


Darum geht es: Im Herbst gibt es nicht nur leckere Kürbisse, die man essen kann, sondern auch einen Tag an dem die Menschen Halloween feiern. Was Familie Maus an diesem Tag aufregendes und lustiges erlebt, und ob sich die Mäuse von einigen Halloween Bräuchen anstecken lassen, das erfahrt ihr in dieser Halloween Geschichte für Kinder und Erwachsene. 


Hinweis: Alle Geschichten wurden von mir selbst verfasst. Bitte beachtet unbedingt das © Copyright. Eine Veröffentlichung auf anderen Webseiten, sowie eine kommerzielle Nutzung der Texte, muss vorher von mir genehmigt werden. Natürlich dürft ihr, liebe Eltern und Großeltern, Kinder, Geschwister und Freunde diese moderne Familie Maus Geschichte für Kinder vorlesen und/oder kostenlos ausdrucken. Dafür ist sie ja da :-) Hoffentlich gefällt sie euch und ihr findet sie auch spannend. Viel Spaß!!!


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Familie Maus und der Halloween Horror

Es war ein sonniger Morgen im Herbst, als Familie Maus, wie jeden Tag, gemeinsam beim Frühstück saß und sich munter unterhielt.  „Ich finde es so schön, dass die Menschen jetzt wieder überall so viele leckere Kürbisse hinlegen“, sagte Laura fröhlich. „Egal ob vor der Haustür, vor ihren Fenstern oder sogar in den Behältern, in die sie so gerne Blumen pflanzen. Dadurch haben wir jetzt schon seit ein paar Wochen richtig viel zu essen, ohne dass wir den ganzen Tag danach suchen müssen.“


„Ja, das finde ich auch super“, ergänzte Ludwig, „aber warum sie seit ein paar Tagen auch noch Geister, Hexen, Skelette und andere unheimliche Dinge aufstellen, das verstehe ich nicht.“


„Das kann ich euch gerne erklären“, schaltete sich Papa Maus in das Gespräch ein. „Die Menschen feiern an einem bestimmten Tag im Herbst ein Fest, das sie Halloween nennen. An diesem Tag gehen Menschenkinder, sobald es dunkel wird, von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu bekommen. Dabei verkleiden sie sich so, dass sie möglichst schrecklich und unheimlich aussehen. Die erwachsenen Menschen sollen wohl Angst bekommen, wenn sie die verkleideten Kinder sehen und ihnen dann freiwillig Süßigkeiten geben, damit die Kinder sie in Ruhe lassen und wieder gehen. Je näher der Halloween Tag rückt, desto mehr werden die Häuser dekoriert und inzwischen verkleiden sich auch immer mehr Erwachsene und feiern Halloween.“


Interessiert hatten die Mäusekinder zugehört und man konnte ihnen förmlich ansehen, wie sich die Gedanken in ihren kleinen Köpfen überschlugen. Schließlich hörte sich das nach einem aufregenden Brauch der Menschen an, den man doch bei den Mäusen auch einführen könnte. Ludwig war der Erste, der seine Gedanken laut aussprach:


„Könnten wir das nicht auch tun, also Halloween feiern?“, fragte er.


„Willst Du etwas von Haus zu Haus gehen und die Menschen erschrecken?“, kam eine zweifelnde Gegenfrage von Lisa. „Ich würde das ja auch gerne tun, aber obwohl wirklich ein paar Menschen Angst vor Mäusen haben, werden sie uns doch sicher keine Süßigkeiten geben.“


„Und von Mauseloch zu Mauseloch brauchen wir auch nicht zu gehen“, ergänzte Leonie enttäuscht, „denn diesen Brauch kennen die meisten Mäuse sicher nicht und sie würden sich nur wundern, warum wir sie erschrecken wollen, und wir müssten ihnen erst alles erklären. Das würde bestimmt keinen großen Spaß machen.“


„Ich weiß“, erwiderte Ludwig, „aber wir könnten doch auch unser Zuhause dekorieren, uns verkleiden und danach schön zusammen feiern.“


„Das ist eine großartige Idee, Ludwig“, freute sich Mama Maus. „Wir borgen uns einfach etwas von der Dekoration der Menschen aus und machen es uns dann hier gemütlich. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann haben unsere Menschen erzählt, dass sie heute Halloween feiern würden.“


„Dann lasst uns gleich anfangen, aber seid vorsichtig und lasst euch nicht von den Menschen oder von einem gefährlichen Tier entdecken“, sagte Papa Maus und so begannen die fleißigen Mäuse auch gleich mit den Vorbereitungen. Ludwig und Papa besorgten kleine Zierkürbisse, die sie von einem Fensterbrett herunterschubsten und dann, mit vereinten Kräften, zum Eingang ihrer Unterkunft rollten. Allerdings waren selbst diese kleinen Kürbisse noch fast so groß wie eine Maus und auf jeden Fall etwas dicker. So mussten sie das Mauseloch, welches unter die Garage führte, erst noch etwas verbreitern, bevor ihre Beute hindurch passte.


Die vier Mäusefrauen suchten gemeinsam alles Passende zusammen, was sie sonst noch finden konnten, um ihr Zuhause möglichst schön zu dekorieren. Vor allem Watte stibitzten sie von der Deko der Menschen und trugen außerdem auch noch unbenutzte Spinnennetze mit nach Hause um eine möglichst gemütlich, unheimliche Atmosphäre zu erschaffen. Mäuse fürchteten sich zwar nicht vor Spinnen, aber wenn Spinnennetze den Menschen als Deko gefielen, dann wollten sie es bei sich ebenfalls so schmücken.


Schließlich begann es zu dämmern, denn die Mäuse hatten zwar fleißig gearbeitet, aber es hatte doch alles länger gedauert, als erwartet und dann war auch noch der Mensch Guido aufgetaucht und war in die Gartenhütte gegangen. Sicherheitshalber hatten sie sich eine Weile versteckt, bis er wieder verschwunden war und sie sich ganz sicher waren, dass er nicht mehr wiederkommen würde. Dann fiel Ludwig noch etwas ein: „Papa, wir haben ja gar kein Licht unter der Garage. Das bisschen Helligkeit, das von der Laterne kommt reicht sicher nicht aus, um die Deko und die Verkleidungen richtig sehen zu können.“


„Da hast Du recht, Ludwig“, stimmte ihm Papa Maus zu, „aber ich habe auch schon eine Idee, was wir tun können. Komm schnell mit.“ Gemeinsam liefen sie zur Haustür ihrer Menschen, vor der inzwischen einige Lichter brannten. Das Auto war weg und somit wohl auch die Menschen, aber sie mussten trotzdem vorsichtig sein, denn von weitem hörten sie Kinderstimmen die „Süßes oder Saures“ riefen. „Wir müssen uns beeilen“, sagte Papa Maus, als sie vor zwei ausgehölten Kürbissen standen in denen Lichter brannten. Beide zeigten schaurige Gesichter, die durch das flackernde Licht richtig unheimlich aussahen. Ludwig war etwas mulmig zumute, aber als er seinem Vater durch eines der Gesichter folgte, sah er, dass es keinen Grund gab sich zu fürchten. Im Innern des einen Kürbisses gab es wirklich nur die Innenwände und ein Licht zu entdecken, welches flackerte, ohne zu brennen.


„Papa, das ist ja gar kein Licht von einer brennenden Kerze, sondern so etwas wie eine Lampe und es leuchtet auch ohne langes Kabel, wie es diese Lichterketten haben.“


„Genau, Ludwig. Deshalb ist so ein elektrisches Teelicht auch ideal, um es mit nach Hause zu nehmen“, erwiderte Papa Maus fröhlich.


Nun gut, ganz so leicht wie gedacht war es dann doch nicht dieses Teelicht aus dem Kürbis herauszuholen, aber mit kräftigem Schieben und Ziehen schafften sie es schließlich doch. Allerdings stolperte Ludwig beim Ziehen. Mit dem Licht auf dem Bauch purzelte er rückwärts eine Stufe des Treppenaufgangs hinunter und als er sich gerade aufrappelte ertönte ein grauenvolles Lachen und er blickte in die leuchtenden Augen eines Totenkopfs. Sein Herz begann zu rasen und obwohl er dabei war in Panik zu geraten, konnte er sich keinen Millimeter bewegen, während ihn die Augen des lachenden Totenkopfs anstarrten.


„Ludwig!“, hörte er wie von fern eine vertraute Stimme, „Ludwig, der ist nicht echt!“, und im nächsten Moment berührte ihn etwas an der Schulter. Erschrocken drehte er sich um und schaute in ein Paar Augen, die ihn beruhigend ansahen. „Pffffffft“, machte er unbewusst und atmete aus, nachdem er seinen Papa erkannt hatte. Vor Schreck hatte er die Luft angehalten. Papa musste schmunzeln und sagte: „Da hast Du aber einen ganz schönen Schrecken bekommen. Vermutlich hast Du einen Bewegungssensor ausgelöst, als Du vor den Totenkopf gefallen bist und da hat er begonnen zu leuchten und Geräusche zu machen.“


„Ich glaube mein Herz ist erst vor Schreck gerast und dann ist es stehengeblieben. Das war vielleicht unheimlich“, antwortete ein immer noch etwas schockierter Ludwig, der sich nun langsam wieder erholte. Doch es blieb keine Zeit, um sich auszuruhen, denn die Kinderstimmen kamen immer näher. Schnell drehten sie das Teelicht auf die Seite und rollten es, wie ein Rad, hinunter in den Garten hinter dem Haus. Gerade noch rechtzeitig hatten sie sich vor den Kindern in Sicherheit bringen können, die sich nun wohl aus einem Korb mit Süßigkeiten bedienten, der vor dem Haus stand.


Doch die Gefahr war noch nicht vorüber, denn als sie ihr Licht durch den inzwischen ziemlich dunklen Garten hinter dem Haus rollten, hörten sie plötzlich einen Flügelschlag und bemerkten, wie etwas durch die Luft auf sie zu flog. Gerade noch rechtzeitig konnten sie sich unter dem Gartentisch verstecken, wobei sie ihr Licht jedoch auf dem Rasen zurücklassen mussten. Eine Eule hatte sich in den Garten gewagt und hätte sie beinahe im Sturzflug vom Kirschbaum herab erwischt. Nun lauerte sie auf einem Zaunpfahl darauf, dass sie wieder hervorkommen würden, denn Eulen können in der Dunkelheit sehr gut sehen. „Ich erwische euch, ihr kleinen Mäuse“, rief sie siegessicher, „das wird ein Festmahl, wenn ich euch gleich alle beide erwische.“


Angestrengt überlegten die beiden Mäuse, wie sie dem gefährlichen Jäger entkommen könnten. Von einer Eule hatten sie keine Gnade zu erwarten, denn es gab kaum etwas, das sie lieber verspeiste als Mäuse. „Papa, ich habe eine Idee“, sagte Ludwig plötzlich leise und dann erzählte er ihm von seinem Plan. „So machen wir das Ludwig. Das könnte funktionieren“, antwortete dieser überzeugt.


Als nächstes begann der Mäusejunge damit geräuschvoll mit ein paar trockenen Blättern zu knistern, indem er darauf herumlief, ohne jedoch aus seiner Deckung hervorzukommen. Dabei ließ er die Eule, die eindeutig in seine Richtung schaute, jedoch nicht aus den Augen. Jeden Moment konnte sie losfliegen, um sich auf ihn zu stürzen, sodass er sich unbedingt außerhalb ihrer Reichweite bewegen musste. Obwohl es ihm wie Stunden vorkam, waren nur wenige Minuten vergangen, bis Papa Maus zurückkehrte. Dieser hatte sich unbemerkt davon geschlichen und etwas vorbereitet. „Wir können los“, sagte er nur und da die Eule sie auf dem Weg nach Hause geschnappt hätte, rannten sie so schnell wie möglich an der Hauswand entlang, zurück zum Treppenaufgang vor der Haustür. Dort brannte lediglich noch das schwache Licht im zweiten Kürbis und Kinder waren auch keine mehr zu sehen und zu hören.


Dafür war ihnen jedoch die Eule gefolgt, der ihre Flucht nicht entgangen war. Sie kam rasend schnell um die Hausecke geflogen und würde sich jeden Moment auf die beiden Mäuse stürzen, die dort wie vor Schreck erstarrt zu stehen schienen. „Endlich habe ich euch“, rief sie triumphierend, als ihre Krallen schon fast zupacken konnten. Da rief Papa Maus: „Jetzt!“, und er und Ludwig machten einen Sprung zur Seite. Fluchend wollte die Eule ihnen nach, doch noch bevor sie die Flugrichtung ändern konnte, ertönte plötzlich ein lautes, grauenvolles Lachen und die hell leuchtenden Augen eines Totenkopfs starrten sie an.


Die Eule bekam einen riesigen Schreck und schrie: „Ahhh, ich kann nichts mehr sehen“, denn da ihre Augen weit aufgerissen waren, blendete sie das Licht des Totenkopfs so sehr, dass sie für einen Moment vollkommen blind war. Sie bremste ab und versuchte zu landen, um einen Zusammenprall zu vermeiden, doch als sich ihre Krallen in die Erde graben wollten, war da gar keine Erde, sondern stattdessen runde Minikürbisse. Sie verlor das Gleichgewicht und fiel auf den Rücken. Immer noch lachte der Totenkopf und immer noch blendete sie das Licht, sodass die eben noch so wild jagende Eule plötzlich Angst bekam. Hektisch strampelte sie mit den Beinen um wieder aufstehen und fliegen zu können, doch was war das? Je mehr sie strampelte, desto weniger konnte sie sich bewegen. Papa Maus hatte nämlich vorher nicht nur die kleinen Kürbisse, sondern darüber auch noch ein Netz aus Stoff vor den Totenkopf gelegt.


Schließlich hörte sie erschöpft auf zu strampeln und dadurch hörte auch der Totenkopf auf zu lachen und zu leuchten. „Na, wie geht’s Dir denn Du böser Mäusejäger?“, fragte Papa Maus aus sicherer Entfernung. „Willst Du uns immer noch fressen?“


„Natürlich“, zischte die Eule wütend. „Ihr hattet nur Glück.“


„Okay, ganz wie Du willst“, antwortete Papa Maus und machte kurz einen Schritt auf den Totenkopf zu. Sofort begann dieser wieder laut und grauenvoll zu lachen und die Eule mit seinen leuchtenden Augen zu blenden.“


„Hör auf, hör auf“, rief diese nun, als ihr bewusst wurde, wie wehrlos sie gerade war. „Ihr habt gewonnen.“


„Ja, das haben wir und wenn Du Dich noch einmal bei uns blicken lässt, dann werden wir wieder einen Weg finden Dich zu besiegen, ist das klar?“ Und um seinen Worten noch mehr Nachdruck zu verleihen, ließ Papa Maus den inzwischen verstummten Totenkopf erneut grauenvoll lachen und dessen Augen hell leuchten.


„Ich komme nie mehr wieder, ich verspreche es“, rief die wehrlose Eule nun mit fast weinerlicher Stimme. „Aber bitte hört auf damit und befreit mich.“


„In Ordnung, wir hören auf, aber befreien werden wir Dich nicht, sonst überlegst Du es Dir vielleicht doch noch anders und versuchst uns mit Deinem spitzen Schnabel zu erwischen.“


„Papa, hörst Du“, rief nun Ludwig, der sich alles aus sicherer Entfernung angesehen hatte, „da kommen Kinder.“


„Dann lass uns schnell von hier verschwinden. Denke an Dein Versprechen nicht mehr wiederzukommen, Eule, sonst wirst Du es sicher bereuen.“


„Ja, ganz bestimmt, aber wie komme ich denn jetzt weg von hier“, rief die Eule panisch.


„Kinder lieben Eulen, sie werden Dich sicher befreien“, erwiderte Papa Maus und gemeinsam mit Ludwig verschwand er hinter dem Haus im Garten. Gerade noch rechtzeitig waren sie verschwunden, denn schon wenige Augenblicke hörten sie erst den Totenkopf lachen und dann eines der Kinder reden: „Seht mal, eine Eule. Die kann sich nicht mehr bewegen, weil sie sich in einem Netz verheddert hat. Mama, komm schnell her. Hier liegt eine Eule, die müssen wir befreien. Ach, ist die süß …“. Den Rest hörten die Mäuse nicht mehr, denn sie hatten schon längst wieder ihr Licht im Garten aufgehoben und rollten es nun bis zu ihrem Versteck.


Mit etwas Mühe schoben sie es durch den Eingang zu ihrem Zuhause unter der Garage, welches sofort in ein angenehm warmes Licht getaucht wurde. Doch was mussten sie dort entdecken? „Papa“, rief Ludwig erschrocken, „dadada stehen drei Skelette und eine Hexe!“ Aber noch bevor dieser etwas sagen konnte, begannen die Skelette und die Hexe laut zu lachen und nun lachten auch Ludwig und Papa Maus, denn es waren natürlich Laura, Leonie, Lisa und Mama, die sich mit weißem Puder bemahlt bzw. als Hexe verkleidet hatten.


Schnell wurde auch Ludwig als Skelett angemalt und für Papa lag schon ein weiter Umhang bereit, mit dem er aussah, wie eine Fledermaus. Nachdem die beiden tapferen Mäusemänner von ihrem aufregenden Abenteuer erzählt hatten, feierte die ganze Familie Maus noch bis tief in die Nacht eine fröhliche Halloweenparty, wobei sie sich ihre kleinen Bäuche mit getrockneten Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen und Beeren füllten. Woher sie diese hatten? Die hatte ihnen Guido in die Hütte gelegt, als er am Nachmittag dort war, was Mama Maus dann entdeckt hatte. Vielleicht hatte er ja geahnt, dass die Mäuse auch eine Halloween Party feiern wollten.


ENDE

© 2023 Guido Lehmann / Geschichten-fuer-Kinder.de


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