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Familie Maus und der ausweglose Angriff - Eine aufregende Kindergeschichte

Hier findet ihr die aufregende Kindergeschichte von Familie Maus in der sie einem Angriff gegenüber stehen, bei dem es scheinbar keinen Ausweg gibt. Es ist der vierte Teil von Abenteuern die Ludwig innerhalb von nicht einmal 24 Stunden erlebt. Oder sollte man lieber sagen, die ihm widerfahren. Erst geht es um die coole Cola, dann um die teuflischen Trauben, danach folgt Ludwig und die erschreckende Entführung, ehe die nachfolgende Geschichte Familie Maus und der ausweglose Angriff  diese Abenteuer dramatisch abschließt. Hinweis: Alle Geschichten wurden von mir selbst verfasst. Bitte beachtet unbedingt das © Copyright. Eine Veröffentlichung auf anderen Webseiten, sowie eine kommerzielle Nutzung der Texte, muss vorher von mir genehmigt werden.

 

Natürlich dürft ihr, liebe Eltern und Großeltern, Kinder, Geschwister und Freunde die Kindergeschichte vorlesen und/oder ausdrucken. Dafür ist sie ja da :-) Viel Spaß!!!


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Familie Maus und der ausweglose Angriff

Der heutige Tag hatte für Familie Maus wieder schön begonnen. Ludwig hatte sich von seiner gestrigen Erfahrung mit der coolen Cola und den teuflischen Trauben gut erholt und es ging ihm schon wieder besser. Da er jedoch immer noch sehr müde war, hatte er sich nochmal ins Bett gelegt, im großen, gemütlichen Laubsack. Der Rest der Familie ließ ihn schlafen und machte sich auf den Weg die Nahrungsvorräte aufzufüllen.


„Dort oben, hinter den Garagen der Menschen, sollten wir genug Samen und Kerne von verschiedenen Pflanzen finden, die wir einsammeln und mit nach Hause nehmen können“, sagte Mama Maus. „Lasst uns dort hoch gehen und dann schauen wir uns in Ruhe um. Ich bin mir sicher, dass wir dort reiche Beute machen werden.“ So machten sich Mama Maus, Papa Maus und die Mäusemädchen Laura, Leonie und Lisa auf den Weg und suchten und sammelten fleißig alles, was lecker und gut transportierbar war.


Nachdem sie eine ganze Weile gesammelt hatten, begannen die Mädchen damit das Futter nach Hause in die Gartenhütte zu bringen. Doch als sie dabei nach Ludwig schauen wollten, war der Laubsack in dem er geschlafen hatte leer. „Ach Du Schreck, Ludwig ist entführt worden“, rief Laura. Wir müssen sofort Mama und Papa Bescheid sagen.“ Ohne Zeit zu verlieren rannten die drei Mäusemädchen los.

 

„Mama, Papa“, rief Lisa, die am schnellsten gerannt war, „Ludwig ist entführt worden. Der Laubsack ist leer, all unsere Betten sind weg und Ludwig auch. Was ist nur geschehen?“ „Oh weh“, erwiderte Papa Maus, „da haben die Menschen sicher den Laubsack weggefahren und ihn ausgeleert. Das machen sie ja ab und zu mal. Das ist gar nicht gut.“ „Werden wir ihn jemals wiedersehen?“, fragte Leonie mit erstickter Stimme. Die Mäusemädchen waren alle den Tränen nahe und Mama Maus war vollkommen in Gedanken versunken und machte sich große Sorgen. Doch Papa Maus wollte die Hoffnung nicht so schnell aufgeben. „Ludwig ist zwar oft etwas schusselig und hat auch ab und zu mal Pech“, sagte er, aber er ist trotzdem ein schlauer Bursche. Vielleicht findet er ja wieder zurück nach Hause.


Ich kann mich gut dran erinnern, dass unser Mensch, der immer die Laubsäcke wegfährt, meist nicht lange fort ist. Diese Autos der Menschen sind zwar sehr schnell, aber trotzdem glaube ich, dass er nicht sehr weit gefahren ist“, ergänzte er. „Wenn Ludwig bei seiner Entführung aufgewacht ist und gut aufgepasst hat, dann findet er bestimmt einen Weg zurück. Falls aber nicht, dann laufe ich die Straße hinunter und versuche ihn zu finden. Es fahren bestimmt noch andere Autos dorthin, wo die Menschen Laubsäcke ausleeren.“


„Das hört sich nach einem guten Plan an“, hörten sie plötzlich eine bedrohliche Stimme hinter sich. „Ihr werdet nur nicht mehr dazu kommen ihn auszuführen.“ Die Mäuse erstarrten. Sie waren so sehr mit Ludwigs Verschwinden beschäftigt gewesen, dass sie überhaupt nicht mehr darauf geachtet hatten, was um sie herum geschah. „Charly, Du böser Kater“, rief Papa Maus, „verschwinde und lass uns in Ruhe.“ „Warum sollte ich, Papa Maus? Ihr sitzt hier schön in der Falle. Eine von euch Mäusen werde ich auf jeden Fall fressen, vielleicht sogar zwei.“


Er hatte recht. Die Mäuse standen inzwischen dicht gedrängt an der Garagenwand und rechts von ihnen befand sich eine Mauer, die ihnen den Fluchtweg versperrte. Sie konnten nur alle wild davonlaufen, wären Charly dabei aber so nahegekommen, dass er mindestens eine von ihnen erwischt hätte. Papa Maus flüsterte: „Wir müssen Zeit gewinnen. Vielleicht kommt ja einer der Menschen vorbei und verjagt ihn. Schließlich wohnt Charly nicht hier und stiehlt Erdbeerla (der Kater, der hier wohnt) immer das Katzenfutter.“ Doch wie sollten sie das anstellen? Die Katze grinste böse und es sah so aus, als liefe ihr schon das Wasser im Mund zusammen.


*


Ludwig stand immer noch unter Schock. Da hatte er nach seiner Entführung mit viel Köpfchen und einer Portion Glück wieder nach Hause gefunden und dann musste er mit ansehen, wie seine ganze Familie in Lebensgefahr war. Irgendetwas musste er doch tun können, um ihnen zu helfen, auch wenn er nur eine kleine Maus war. Er blickte sich im Garten um und plötzlich hatte er eine Idee. „Das muss einfach funktionieren“, dachte er, „sonst wird jemand aus meiner Familie gefressen.“ So schnell er konnte rannte er quer durch den Garten, direkt auf den Kater Erdbeerla zu, der am anderen Ende des Gartens in der Sonne lag und schlief.


„Erdbeerla! Erdbeerla!“, rief er so laut er konnte, als er den Kater fast erreicht hatte. „Du musst sofort kommen!“ Erdbeerla macht sich nicht einmal die Mühe seine Augen zu öffnen. „Lass mich schlafen, Ludwig. Es ist doch gerade so gemütlich und warm hier, warum sollte ich da aufstehen und mich bewegen?“, antwortet der Kater mit schläfriger Stimme. „Aber meine Familie ist in Gefahr und ich brauche Deine Hilfe“, erwiderte Ludwig verzweifelt. „Dann müssen sie eben besser aufpassen“, lautete Erdbeerlas Antwort.


„Hör mal Ludwig, bloß weil ich euch bisher nicht gefressen habe, heißt das noch lange nicht, dass ich euch nun sogar helfe. Die Menschen stellen mir genug leckeres Futter hin, sodass ich viel zu faul bin euch zu jagen. Nur deshalb lasse ich euch in Ruhe. Also lass mich einfach schlafen und macht was ihr wollt.“ Doch so schnell gab Ludwig nicht auf, denn etwas wusste Erdbeerla noch nicht. „Na gut“, sagte er, „wenn es Dir egal ist, dass Charly in unserem Garten ist, dann schlaf ruhig weiter.“ „Mit einem Mal war Erdbeerla hellwach. Er öffnete seine Augen und sprang so schnell auf, wie man es von einer eben noch schlafenden Katze nicht erwartete hätte. „Das sollte ich mir merken“, dachte sich Ludwig, „denn man darf ihn nicht unterschätzen. Aber mein Plan scheint zu funktionieren.“


„Wo ist Charly, dieser gemeine Dieb“, wollte Erdbeerla wissen. „Dort oben, hinter der Garage.“ „Den schnappe ich mir“, rief Erdbeerla noch und schon war er verschwunden. Ludwig hoffe von ganzem Herzen, dass es noch nicht zu spät war und folgte ihm so schnell er konnte. Aus sicherer Entfernung beobachtete er, wie Erdbeerla plötzlich abbremste und die letzten Meter auf den bösen Kater zu schlich. Dieser hatte ihn noch nicht bemerkt und leckte sich gerade über die Schnauze. Seine Vorfreude auf das folgende Festmahl war nicht zu übersehen, während der Rest der Familie Maus immer noch verzweifelt nach einem Ausweg suchte.


„Charly, Du mieser Katzenfutterdieb, was hast Du in meinem Revier zu suchen?“, knurrte ihn Erdbeerla an. Charly bekam einen riesigen Schrecken und drehte sich um, wobei ihm die Haare zu Berge standen. „Ach, Erdbeerla, Du bist ja auch hier. Wieso Dein Revier?“, entgegnete er, scheinbar völlig unbeeindruckt. Erdbeerla kam ihm langsam näher. Sein Knurren wurde immer lauter, als er sagte: „Wenn Du nicht willst, dass Dir nachher ein Stück von Deinem Fell fehlt, dann verschwinde, solange Du noch kannst.“ Danach fauchte Erdbeerla mehrfach ganz laut und Charly zog sich langsam zurück, bis er schließlich hinter den Garagen verschwunden war.

 

Doch wo war Familie Maus? In dem Moment, als Charly sich zu Erdbeerla umgedreht hatte, rannten die kleinen Mäuse um ihr Leben und das im wahrsten Sinne des Wortes. An den Garagen entlang, den Hügel hinunter, über die Wiese hin zu den Sträuchern, in deren Schutz sie sich verstecken konnten. „Geht’s euch allen gut?“, fragte Mama Maus schnaufend und alle nickten. „Wo kam denn Erdbeerla so plötzlich her? Den muss uns der Himmel geschickt haben.


„Nein Mama“, hörten sie plötzlich eine vertraute Stimme, „das war nicht der Himmel, sondern ich.“ „Ludwig“, riefen alle wie aus einem Munde. „Du bist wieder da, hurra!“ Die Mäuse fielen sich in die Arme und jubelten und tanzten vor Freude und alle redeten durcheinander. „Du musst uns unbedingt erzählen wie Du das gemacht hast und wie Du wieder nach Hause gekommen bist“, sagte Lisa. „Das mache ich gerne“, strahlte Ludwig und alle freuten sich, dass sie wieder zusammen und in Sicherheit waren.


Doch was machte eigentlich Erdbeerla? Der hatte sich, nachdem er Charly erfolgreich verjagt hatte, wieder ein sonniges Plätzchen gesucht und schlief tief und fest. So wurde Erdbeerla, obwohl er doch nur in Ruhe schlafen wollte, unabsichtlich sogar der Held dieser spannenden Geschichte.


ENDE

© 2022 Guido Lehmann / Geschichten-fuer-Kinder.de


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